Tierarztsoftware für Hausbesuche: worauf achten?
Eine Checkliste für mobile Tierärztinnen und Tierärzte: was eine Software für den Hausbesuch können muss, welche Fragen du jedem Anbieter stellen solltest und wo Vetofix steht.
Was ist Tierarztsoftware für Hausbesuche?
Tierarztsoftware für Hausbesuche unterstützt den Ablauf einer mobilen tierärztlichen Tätigkeit: Termine beim Halter planen, Behandlungen direkt am Patienten dokumentieren und die Abrechnung vorbereiten, ohne dass zwischen Anfahrt und Praxisrechner ein Medienbruch entsteht. Sie unterscheidet sich von klassischer Praxissoftware dadurch, dass sie für den mobilen Ablauf gebaut ist, nicht für einen festen Empfangs- und Wartezimmerbetrieb.
Checkliste: Was muss die Software können?
Diese Fragen gelten für jede Software, nicht nur für Vetofix. Je mehr davon ein Anbieter mit Nein beantwortet, desto mehr Arbeit bleibt für den Abend am Schreibtisch.
- Ohne Netz: Lassen sich Befund, Fotos, Leistungen und Rechnung ganz ohne Verbindung erfassen, oder nur ansehen?
- Mehrere Geräte: Was passiert, wenn zwei Geräte offline dieselbe Akte ändern?
- GOT: Sind Positionen, Steigerungsfaktor und eine Begründung direkt am Patienten erfassbar?
- Wegegeld: Wird es nach § 10 GOT als eigener Posten berechnet, auch anteilig bei mehreren Haltern auf einer Fahrt?
- Rechnung vor Ort: Entsteht die Rechnung noch beim Halter, als PDF zum Übergeben oder Teilen, und lässt sich die Zahlung gleich anfordern?
- Orte: Kennt die Software Stall, Weide und Hof als Einsatzorte, nicht nur die Wohnadresse des Halters?
- Lager: Gibt es Bestände je Fahrzeug und je Tierarzt, mit Chargen und Verbrauch?
- Arzneimittel: Entstehen Arzneimittelbelege mit Wartezeiten bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen?
- Umstieg: Wie kommen Halter, Patienten und Bestände aus der bisherigen Software herüber?
- Kosten: Was kostet es je Monat, je Gerät und je Mitarbeiter?
Wie du die wichtigsten Punkte in einer Testphase selbst prüfst, steht im Vergleich mit klassischer Praxissoftware.
Welche Probleme entstehen unterwegs?
Beim Hausbesuch fehlen oft die Selbstverständlichkeiten einer Praxis: kein festes WLAN, keine Zeit für ausführliche Nacherfassung, wechselnde Adressen und wenig Gelegenheit, Notizen später sauber zu ordnen. Wird die Dokumentation aufgeschoben, geraten Details in Vergessenheit, und die Abrechnung verzögert sich. Eine Software, die diese Bedingungen nicht berücksichtigt, wird in der Praxis oft umgangen statt genutzt.
Warum Offline-Fähigkeit wichtig ist
Mobiles Internet ist auf dem Land, im Stall oder im Keller nicht verlässlich verfügbar. Eine Software, die eine durchgehende Verbindung voraussetzt, lässt Tierärztinnen und Tierärzte in solchen Momenten ohne Werkzeug da stehen. Offline-first bedeutet, dass Eingaben zuerst auf dem Gerät gespeichert werden und sich erst danach mit dem Server abgleichen, sobald wieder eine Verbindung besteht — unabhängig davon, wie lange das dauert.
Patientendaten, Fotos und Notizen unterwegs
Direkt am Patienten erfasste Daten sind genauer als eine nachträgliche Erinnerung am Abend. Eine Tierarztsoftware für Hausbesuche unterstützt dabei, Fotos und Notizen im Moment der Behandlung festzuhalten und sie dem richtigen Tier und Termin zuzuordnen, statt sie erst später manuell zusammenzuführen.
Leistungen, GOT und Wegegeld erfassen
Die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) lässt sich direkt am Patienten vorbereiten: Positionen, Steigerungsfaktor und Wegegeld als eigener Posten. Software kann dabei helfen, diese Angaben strukturiert festzuhalten — die fachliche Verantwortung für die korrekte Anwendung der GOT bleibt bei der behandelnden Tierarztpraxis. Weiterführend: GOT im Hausbesuch: Überblick, GOT-Steigerungsfaktor im Hausbesuch und Wegegeld nach § 10 GOT berechnen.
Rechnung direkt vor Ort vorbereiten
Aus den erfassten Leistungen lässt sich noch beim Halter eine Rechnung vorbereiten, sodass die Zahlung nicht erst Tage später angefordert werden muss. Eine einmal ausgestellte Rechnung bleibt dabei unveränderlich; Korrekturen laufen über eine gesonderte Korrektur- oder Stornorechnung.
Unterschied zu klassischer Praxis- oder Kliniksoftware
Klassische Praxissoftware und umfangreiche Praxisverwaltungssysteme sind für den stationären Betrieb gebaut: Empfang, Wartezimmer, mehrere Behandlungsräume, durchgehendes Netz. Diese Annahmen passen nicht auf einen Hausbesuch. Eine auf Hausbesuche zugeschnittene Software verzichtet bewusst auf Klinikfunktionen und konzentriert sich auf den mobilen Ablauf.
Wo Vetofix steht
Vetofix passt für Einzelpraxen und kleine Praxen, deren Arbeit überwiegend beim Halter vor Ort stattfindet und die Dokumentation sowie Abrechnung direkt am Patienten erledigen möchten, auch ohne durchgehendes Netz. Was Vetofix im Einzelnen kann, steht auf der Startseite und der Faktenseite.
Wann eine größere Kliniksoftware besser passt
Für eine Klinik mit Empfang, stationärer Aufnahme und mehreren gleichzeitig genutzten Behandlungsräumen ist eine dafür gebaute, umfangreichere Kliniksoftware in der Regel die passendere Wahl. Vetofix bildet diese Funktionen bewusst nicht ab.
App laden und Konto anlegen
Vetofix gibt es kostenlos im App Store und bei Google Play. Das Praxiskonto lässt sich in der App anlegen; bei Fragen genügt eine formlose E-Mail.
Kontakt aufnehmenDiese Seite ist eine allgemeine Produktbeschreibung und ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder tiermedizinische Beratung. Weitere Informationen: FAQ, Faktenseite. Weiterführend: für wen Vetofix gebaut ist, Vetofix oder klassische Praxissoftware, Ratgeber.