Offline-Dokumentation beim Tierarzt-Hausbesuch
Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2026
Kurz gesagt: Vetofix speichert jede Eingabe zuerst auf dem Gerät. Termin, Behandlung, Foto, Notiz, Leistungen nach GOT, Wegegeld und der Rechnungsentwurf gehen ohne Netz. Sobald wieder Verbindung besteht, überträgt die App die Änderungen von selbst. Korrekturen, Stornos und Mahnschreiben gibt es nur mit Verbindung. Bis zur Übertragung liegen neue Daten nur auf diesem Gerät.
Warum ist Offline-Dokumentation beim Hausbesuch nötig?
Weil Ställe, Keller und ländliche Adressen oft kein verlässliches Netz haben. Eine Software, die eine durchgehende Verbindung braucht, fällt dort mitten in der Behandlung aus. Direkt am Patienten erfasste Angaben sind außerdem genauer als eine Rekonstruktion am Abend.
Was funktioniert ohne Netz, was nicht?
Die Dokumentation und der Rechnungsentwurf funktionieren vollständig ohne Netz. Die Daten werden zuerst lokal gespeichert.

- Ohne Netz: Termin, Behandlung, Foto und Notiz erfassen; Leistungen nach GOT, Material und Wegegeld eintragen; Textbausteine der Praxis nutzen; Termine Mitarbeitenden zuteilen; den Rechnungsentwurf vorbereiten.
- Rechnungs-PDF: entsteht auf dem Gerät, wenn die Rechnung eine Nummer trägt und noch nicht übertragen ist. Die Nummer vergibt das Gerät aus einem eigenen Nummernkreis, sobald es mit einem Praxiskonto einmal online war. Der Arzneimittelbeleg als PDF entsteht ebenfalls auf dem Gerät und gilt bis zur Übertragung als vorläufig.
- Nur mit Netz: Rechnungskorrekturen, Stornorechnungen und Mahnschreiben; das PDF einer bereits übertragenen Rechnung (die App lädt den Stand vom Server); Erklärvideos in der App. Zahlungslink, E-Mail-Versand und Kalenderabgleich laufen über den Server.
Wie läuft die Synchronisation, sobald wieder Netz da ist?
Automatisch, ein manueller Abgleich ist nicht nötig. Die App überträgt, wenn die Verbindung zurückkehrt, alle zwei Minuten und etwa fünf Sekunden nach einer Änderung. Zusätzlich lässt sich die Übertragung von Hand anstoßen.
Jede Änderung wird zuerst lokal gespeichert und in eine Warteschlange gestellt. Danach sendet die App die Warteschlange und holt anschließend, was andere Geräte geändert haben. Bricht die Verbindung ab, bleibt der Eintrag in der Warteschlange. Derselbe Vorgang wird beim nächsten Versuch nicht doppelt angelegt. Fotos laufen getrennt über einen eigenen Weg. Sichtbar sind wartende Änderungen am Sync-Symbol, der Zeitpunkt „Zuletzt synchronisiert“ und eine Liste der Vorgänge mit Fehlermeldung, falls etwas hängt.
Was passiert, wenn zwei Geräte denselben Eintrag ändern?
Betreffen die Änderungen verschiedene Felder, führt Vetofix sie automatisch zusammen. Das gilt für Halter, Tiere, Termine, Besuche und Befundeinträge. Jede Zusammenführung steht unter „Synchronisation“ im Abschnitt „Automatisch zusammengeführt“.
Wurde dasselbe Feld verschieden geändert, entscheidet die Praxis. Die Konfliktliste und ein Hinweis am Datensatz zeigen beide Fassungen. Man übernimmt die eigene oder behält die Serverfassung. Bei allen übrigen Datentypen entscheidet ebenfalls die Praxis. Ein Beispiel ist das Wegegeld: Je Rechnung gibt es einen Wegegeld-Posten. Tragen zwei Geräte offline je einen ein, entsteht ein Konflikt, und die Praxis wählt, welcher gilt.
Wie arbeiten mehrere Geräte und mehrere Personen in einer Praxis?
Mehrere Geräte und mehrere Tierärztinnen und Tierärzte einer Praxis können parallel arbeiten. Ein neues Gerät lädt nach der Anmeldung alle Datensätze der Praxis; bei größeren Beständen zeigt die App dabei einen Fortschritt. Rechnungsnummern tragen ein Präfix je Gerät, zum Beispiel G1-2026-0001, damit Nummern nicht kollidieren. Rollen steuern, wer was darf. Termine ohne Zuständige stehen als „Nicht zugeteilt“ da und lassen sich mit „Termin übernehmen“ übernehmen, auch offline.
Auf einem Gerät liegt immer eine Praxis. Meldet sich jemand anderes an, während noch Änderungen des bisherigen Kontos warten, hält die App den Wechsel an. Erst übertragen oder ausdrücklich verwerfen. Im Browser lässt sich Vetofix nur in einem Tab öffnen.
Was gilt bei Verlust oder Defekt des Geräts?
Bereits übertragene Daten sind nicht verloren, sie liegen auf dem Server. Nicht übertragene Änderungen gibt es nur auf dem verlorenen Gerät.
- Ein neues Gerät meldet sich mit demselben Konto an und lädt die Daten der Praxis vom Server.
- Der Server wird nachts gesichert (Datenbank und Anhänge). Eine Kopie außerhalb des Servers ist noch offen. Der Inhaber kann zusätzlich eine verschlüsselte Sicherung der Praxis herunterladen.
- Wer das Passwort ändert, beendet damit alle Sitzungen des Kontos. Abmelden allein löscht die lokalen Daten nicht.
- Wer die App auf dem Gerät öffnet, muss sich bei eingerichteter Biometrie zuerst bestätigen. Die Biometrie ersetzt das Passwort nicht.
Was kann Vetofix noch nicht?
- Eine Fernsperre oder Fernlöschung eines einzelnen verlorenen Geräts gibt es nicht.
- Weil Praxisdaten auf dem Gerät liegen, gehören Bildschirmsperre und Geräteverschlüsselung des Betriebssystems auf jedes Gerät, das Vetofix nutzt.
- Der Abgleich ist kein Echtzeit-Abgleich. Ein anderes Gerät sieht eine Änderung erst nach der Übertragung.
- Den Lagerbestand rechnet der Server; die App zeigt ihn mit Verbindung.
- Eine elektronische Rechnung nach ZUGFeRD gibt es nicht, nur ein PDF. Behandelt wird je Tier, nicht je Herde.
Vetofix befindet sich in der Pilotphase. Testdaten werden bei Aktualisierungen derzeit vollständig gelöscht, die App ist noch nicht für den produktiven Dauerbetrieb ohne Rücksprache gedacht.
Zur Aufbewahrung der Unterlagen: Dokumentation und Aufbewahrung in der mobilen Praxis. Zurück zur Übersicht Tierarztsoftware für Hausbesuche oder zur FAQ.